Die 5 Säulen des Patriarchats

Kirsten Armbruster | Grafik: Rona Duwe

Das Patri­ar­chat ist ein pyra­mi­dal-hier­ar­chi­sches, männ­lich domi­nier­tes Herr­schafts­sys­tem, das durch 5 ideo­lo­gi­sche Säu­len getra­gen und gehal­ten wird und auf der Basis von Gewalt gesell­schaft­lich durch­ge­setzt wur­de.

1

Die unter­schla­ge­ne matrifo­ka­le Mensch­heits­ge­schich­te im Paläo­li­thi­kum und wei­ten Tei­len des Neo­li­thi­kums.
2

Die Zer­stö­rung der ursprüng­li­chen müt­ter­li­chen Reli­gi­on durch män­ner­do­mi­nier­te Theo­lo­gi­en, die den Mann zu Gott mach­ten und damit männ­li­che Herr­schafts­macht gött­lich zemen­tier­ten.
3

Die Wand­lung der ega­li­tä­ren Gesamt­hand­öko­no­mie in eine eli­tär-hier­ar­chi­sche Pri­vat­ei­gen­tums­öko­no­mie seit Beginn der wachs­tums­ori­en­tier­ten Capi­te­söko­no­mie der Rin­der­zucht ab cir­ca 6.500 v.u.Z., die den Beginn des Kapi­ta­lis­mus mar­kiert.
4

Die Zer­stö­rung der matri­li­nea­ren Bluts­fa­mi­lie durch die patri­li­nea­re Paa­rungs­fa­mi­lie in Ver­bin­dung mit der Kon­trol­le der Sexua­li­tät und der Gebär­fä­hig­keit der Frau­en zwecks Durch­set­zung von Vater­schafts­rech­ten.
5

Die Aus­gren­zung der Für­sor­ge­ar­beit an der Gewinn­be­tei­li­gung der wachs­tums­ori­en­tier­ten Capi­te­söko­no­mie durch die Defi­ni­ti­on des Män­ner­ar­beit bevor­zu­gen­den Arbeits­be­griffs.