Dr. Kirsten Armbruster

Matrifokalität – Mütter im Zentrum

Matrifo­ka­li­tät – Müt­ter im Zen­trum – ist nicht nur die Urform mensch­li­chen Zusam­men­le­bens, son­dern auch ein Zukunfts­mo­dell für ein Leben im Ein­klang mit der Natur. Das Patri­ar­chat mit sei­nem Raub­bau an der Natur ist, wie die neu­es­te NASA-Stu­die von 2014 zeigt, nicht über­le­bens­fä­hig. Die offen­sicht­li­che Kri­se des patri­ar­cha­len Gesell­schafts­sys­tems eröff­net neue Denk­räu­me. Ein Leben und Den­ken in matrifo­ka­len Lebens­zu­sam­men­hän­gen ist hier­bei ein viel­ver­spre­chen­der Ansatz, da er in uraltem Wis­sen wur­zelt und bewie­sen hat, dass er über den größ­ten Teil der Mensch­heits­ge­schich­te als art­ge­recht und ande­re Arten erhal­tend funk­tio­niert hat. Die­ses Buch ver­steht sich daher als Weck­ruf für Zukunft!

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Matrifo­ka­li­tät – Müt­ter im Zen­trum:
Ein Plä­doy­er für die Natur

Taschen­buch: 72 Sei­ten
Ver­lag: Books on Demand (August 2014)
ISBN-10: 3735774938
ISBN-13: 978 – 3735774934
EUR 7,90
Auch als E-Book erhält­lich.
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Gott die MUTTER

Das Chris­ten­tum wur­zelt, wie alle drei mono­the­is­ti­schen Reli­gio­nen in einer Hir­ten­no­ma­den­ideo­lo­gie. Da das Hir­ten­tum die Domes­ti­ka­ti­on von Tie­ren vor­aus­setzt, die Men­schen aber den größ­ten Teil der Mensch­heits­ge­schich­te als Wild­beu­ter leb­ten, kön­nen die­se Hir­ten­re­li­gio­nen nicht am Anfang von Reli­gi­on ste­hen. Tat­säch­lich steht am Anfang Gott die MUTTER als Kos­mi­sche Mut­ter des Uni­ver­sums. Die Idee von Gott dem HERRN war und ist in Wahr­heit eine bis heu­te nütz­li­che Theo­lo­gie zur Indok­tri­nie­rung und Zemen­tie­rung patri­ar­cha­ler Herr­schafts­macht, also eine poli­ti­sche Theo­lo­gie. Eines der Haupt­an­lie­gen die­ser poli­ti­schen Theo­lo­gie war es, Gott die MUTTER abzu­schaf­fen, sie durch Gott den HERRN zu erset­zen und die Mut­ter gleich­zei­tig zur Magd des HERRN zu degra­die­ren. In die­ser Streit­schrift stellt die Auto­rin hier­zu die neu­es­ten sozio- und reli­gi­ons­his­to­ri­schen For­schun­gen vor.Das Fazit die­ses Buches ist – wie könn­te es auch anders sein – poli­tisch und lau­tet: Das Bild von Gott dem HERRN, das mit einem, den öffent­li­chen Raum domi­nie­ren­den Män­ner­bild ein­her­geht, hat aus­ge­dient, denn eine moder­ne Gesell­schaft sieht anders aus. Und Gott die MUTTER liebt Sex!

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Gott die MUTTER:
Eine Streit­schrift wider den patri­ar­cha­len Mono­the­is­mus

Taschen­buch: 80 Sei­ten
Ver­lag: Books on Demand; 2. Auf­la­ge (April 2013)
ISBN-10: 3732231186
ISBN-13: 978 – 3732231188
EUR 6,90
Auch als E-Book erhält­lich
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Der Jacobsweg

Die­ses Buch ist ein Kul­tur­kri­mi. Inter­es­sant für alle, die bei ihrer Wall­fahrt nicht den Spu­ren eines Mau­ren­tö­ters fol­gen wol­len, son­dern, hin­ter den patri­ar­cha­len Kulis­sen, die Wur­zeln Euro­pas wie­der­ent­de­cken möch­ten.
Aus dem Inhalt:

  • Die Muschel und das Tor zur Welt
  • Der Ster­nen­weg­my­thos zum Ende der Welt
  • Der Ursprung von Wall­fahr­ten
  • Das Geheim­nis der Schlupf­stei­ne
  • 1,3 Mil­lio­nen alte Men­schen­spu­ren am Muschel­weg in
    Ata­pu­er­ca
  • Höh­len als Kathe­dra­len der Stein­zeit
  • Das fran­ko­kantabri­sche UNESCO-Welt­kul­tur­er­be
  • War­um drei Vier­tel unse­rer Gene von den Bas­ken abstam­men
  • Die Mut­ter­wur­zel­sil­be KALL und das Geheim­nis vom
    Gal­gen­berg
  • Die Zivi­li­sa­ti­on der Müt­ter

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Der Jacobs­weg
Kriegs­pfad eines Mau­ren­tö­ters oder Muschel­weg durch Mut­ter­land?
Die Wie­der­ent­de­ckung der Wur­zeln Euro­pas – Teil 1

(ers­ter Band der Muschel­weg­bü­cher)
Taschen­buch: 188 Sei­ten
mit zahl­rei­chen, teils far­bi­gen Abbil­dun­gen
Ver­lag: Books on Demand (Novem­ber 2013)
ISBN-10: 3732247155
ISBN-13: 978 – 3732247158
EUR 15,90
Auch als E-Book erhält­lich
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Der Muschelweg

Von den matrifo­ka­len Wur­zeln der bas­ki­schen Mytho­lo­gie bis zu den Nabel­stein-Petro­gly­phen in Gali­ci­en, von der Vul­va­stadt Paris bis zur Mut­ter­stadt Madrid, von der Pudenda­land­schaft der Camar­gue bis zu den hei­li­gen Vul­ka­nen in Le Puy-en-Velay, bei den Schwar­zen Madon­nen, hin­ter dem Maria Mag­da­le­nen­kult und schließ­lich auch im Hei­li­gen Land Isra­el, über­all lässt sich die Reli­gi­on von Gott der MUTTER wie­der frei­le­gen. Fol­gen wir dem Muschel­weg, so ent­de­cken wir die matrifo­ka­len Wur­zeln Euro­pas und des Nahen Ostens und wir ent­de­cken auch eine Lösung für den immer wäh­ren­den Krieg des patri­ar­cha­len Mono­the­is­mus.

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Der Muschel­weg
Auf den Spu­ren von Gott der Mut­ter:
Die Wie­der­ent­de­ckung der matrifo­ka­len Wur­zeln Euro­pas

(zwei­ter Band der Muschel­weg­bü­cher)
Taschen­buch: 204 Sei­ten
mit zahl­rei­chen, teils far­bi­gen Abbil­dun­gen
Ver­lag: Books on Demand (Novem­ber 2014)
ISBN-10: 3734732433
ISBN-13: 978 – 3734732430
EUR 17,90
Auch als E-Book erhält­lich
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Das Muttertabu

Mit vie­len Fak­ten und in beein­dru­cken­den Bil­dern weist die Auto­rin nach, dass die kul­tu­rel­le Mut­ter­stu­fe als part­ner­schaft­li­che Kul­tur­stu­fe Hun­dert­tau­sen­de von Jah­ren die Urso­zia­li­sa­ti­ons­form des Men­schen war. Aus­ge­hend von die­ser Mater Radix erwei­sen sich alle unse­re gesell­schaft­li­chen Para­dig­men als poli­ti­sche Macht­in­stru­men­te, um die Lebens­lü­ge, dass der Vater am Anfang und im Zen­trum allen Lebens steht, zu mani­fes­tie­ren. Die Auto­rin zeigt auf, dass erst die star­ken Kli­ma­schwan­kun­gen im Lau­fe des Neo­li­thi­kums vor cir­ca 6000 Jah­ren schließ­lich zum Zusam­men­bruch der sozia­len Struk­tu­ren der kul­tu­rel­len Mut­ter­stu­fe führ­ten. In Kom­bi­na­ti­on mit der Über­be­to­nung von Vater­schaft wur­de, anfangs bei Hir­ten­no­ma­den, die ursprüng­li­che matri­li­nea­re Abstam­mung ersetzt durch eine patri­li­nea­re. Aus den capi­tes der Her­de ent­wi­ckel­te sich der kapi­ta­lis­ti­sche Eigen­tums­be­griff. Die Mut­ter wur­de ent­mach­tet. Die ursprüng­li­che Reli­gi­on, die Anbin­dung an Mut­ter Erde, als Rück­bin­dung an die Land­schaft wur­de durch pol­ti­sche Macht­theo­lo­gi­en und Herr­schafts­ideo­lo­gi­en ersetzt. In Ver­bin­dung mit einer fort­schrei­ten­den Metall­ver­ar­bei­tung ent­wi­ckel­te sich die Kriegs­füh­rung als wirk­sams­te Form der Kapi­tal­ak­ku­mu­la­ti­on. Heu­te hat die­ses aus­beu­te­ri­sche Sys­tem des Patri­ar­chats in nur 6000 Jah­ren das Leben auf der Erde an den Rand des Kol­laps gebracht. Nur die Ent­wick­lung von Gai­akom­pe­tenz wird uns vor dem völ­li­gen Ruin ret­ten. Das heißt, wir als Men­schen müs­sen inner­halb des müt­ter­li­chen Sys­tems Erde wie­der team­fä­hig wer­den.

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Das Mut­ter­ta­bu
oder der Beginn von Reli­gi­on

264 Sei­ten, bro­schiert, 2010
mehr als 70 größ­ten­teils far­bi­ge Abbil­dun­gen
Ver­lag: edi­tioncou­ra­ge (2010)
ISBN-13: 978 – 3000314308
EUR 34,00
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Wei­te­re Bücher von Kirs­ten Arm­brus­ter unter: http://​www​.kirs​ten​-arm​brus​ter​.de

Der Blog von Kirs­ten Arm­brus­ter unter: https://​kirs​ten​arm​brus​ter​.wor​d​press​.com/

Gerhard Bott

Die Erfindung der Götter

Basie­rend auf jüngs­ten natur- und kul­tur­wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen legt der Autor eine ideo­lo­gie-kri­ti­sche Unter­su­chung und Revi­si­on der herr­schen­den Leh­re unse­rer „Ur-Geschich­te“ und der Ent­wick­lung des „Glau­bens“ vor: „Die Erfin­dung der Göt­ter“ männ­li­chen Geschlechts beginnt erst im Neo­li­thi­kum, vor etwa 10.000 Jah­ren, d.h. im letz­ten Zehn­tel unse­rer Kul­tur­ge­schich­te, die vor 100.000 Jah­ren mit der Toten­be­stat­tung ihren Anfang nahm. Es geht dar­um, die sozia­len Ver­hält­nis­se jener Zeit zu begrei­fen; denn sie bil­den die Vor­aus­set­zung für die Erfin­dung von Göt­ter – Fami­li­en und für die Ent­wick­lung und Durch­set­zung einer mytho­lo­gisch ver­faß­ten Poli­ti­schen Theo­lo­gie, die das angeb­li­che Wol­len und Wir­ken, die Macht und die Herr­schaft der von den Pries­ter-Köni­gen erfun­de­nen Gott­hei­ten beschreibt und Gehor­sam ein­for­dert. Die sozia­len Ver­hält­nis­se wer­den jeweils auf den Him­mel pro­ji­ziert: Im Paläo­li­thi­kum wur­de das All reprä­sen­tiert durch eine selbst­ent­stan­de­ne UR-GÖTTIN. wie dies sogar noch die grie­chi­sche GAIA war. Erst im Neo­li­thi­kum erscheint in der Hei­li­gen Hoch­zeit neben die­ser UR-MUTTER der männ­li­che Frucht­bar­keits – Gott, der anfangs nur als ihr Sohn gedacht und mytho­gra­phiert wer­den kann: Eine Mut­ter-Sohn-Theo­lo­gie folgt auf die als mono-gene­tisch vor­ge­stell­te Gros­se Mut­ter. Wie ihr SOHN als „Stier sei­ner Mut­ter“ all­mäh­lich auf­steigt zum Vege­ta­ti­ons- Regen-, Don­ner-, Son­nen- und Him­mels-Gott, bis er schließ­lich als omni­po­ten­ter GOTT-VATER den Thron der „Mut­ter aller Göt­ter“ besteigt und, ohne die Göt­tin, sogar allein zeugt, ist das The­ma des Buches. Es wider­legt das patri­ar­cha­le Wunsch­den­ken, und die Irr­leh­re einer dadurch kon­ta­mi­nier­ten Kul­tur­wis­sen­schaft, es habe „von Natur aus“ „schon immer“ einen domi­nan­ten UR-VATER gege­ben, „auf Erden wie im Him­mel“.

Die Erfin­dung der Göt­ter:
Essays zur Poli­ti­schen Theo­lo­gie

Taschen­buch: 596 Sei­ten
Ver­lag: Books on Demand; Auf­la­ge: 1 (10. März 2009)
ISBN-10: 3837032728
ISBN-13: 978 – 3837032727
EUR 32,00
Auch als E-Book erhält­lich
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Die Erfindung der Götter – Band 2

Die Erfin­dung der Göt­ter Band 2
Taschen­buch: 380 Sei­ten
Ver­lag: Books on Demand; Auf­la­ge: 1 (10. Okto­ber 2014)
ISBN-10: 3735729800
ISBN-13: 978 – 3735729804
EUR 13,00
Auch als E-Book erhält­lich
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Wei­te­re Infos zu Ger­hard Bott und Ergän­zun­gen zu sei­nen Büchern unter: http://​www​.ger​hard​bott​.de

Sarah Blaffer Hrdy

Mütter und Andere:
Wie die Evolution uns zu sozialen Wesen gemacht hat

Wie wäre es wohl, mit einer Hor­de Schim­pan­sen in einem Flug­zeug zu rei­sen? Die Pas­sa­gie­re wür­den in kür­zes­ter Zeit hand­greif­lich wer­den. Zwar füh­len auch wir Men­schen uns in sol­cher Enge von einem schnie­fen­den Sitz­nach­barn genervt, im Unter­schied zu unse­ren evo­lu­ti­ons­ge­schicht­li­chen Vor­fah­ren gehen wir den Stö­ren­frie­den jedoch nicht gleich an den Kra­gen. War­um und wie aber hat sich der Homo sapi­ens zu einem ver­gleichs­wei­se „umgäng­li­chen“ Wesen ent­wi­ckelt, das in der Lage ist, sich in ande­re Men­schen ein­zu­füh­len? Für Hrdy liegt der Ursprung unse­res sozia­len Ver­hal­tens gera­de nicht im Kampf gegen Kon­kur­ren­ten, wie die klas­si­sche Anthro­po­lo­gie lan­ge Zeit ange­nom­men hat, son­dern in gemein­schaft­li­cher Kin­der­er­zie­hung. Ange­sichts knap­per Res­sour­cen waren stein­zeit­li­che Eltern auf Hil­fe ande­rer ange­wie­sen. Um sich die Auf­merk­sam­keit und Für­sor­ge die­ser soge­nann­ten Allo­müt­ter zu sichern, ent­wi­ckel­ten sich Men­schen­ba­bys zu wah­ren Stim­mungs­ex­per­ten, die Emo­tio­nen und Gesichts­aus­drü­cke ande­rer meis­ter­haft deu­ten konn­ten. Dar­aus erga­ben sich wie­der­um die ein­zig­ar­ti­gen mensch­li­chen Fähig­kei­ten zur Empa­thie und zur Koope­ra­ti­on. Ohne die­se wäre der atem­be­rau­ben­de kul­tu­rel­leund tech­no­lo­gi­sche Fort­schritt der Mensch­heit undenk­bar gewe­sen. Hrdy lie­fert fas­zi­nie­ren­de Bele­ge aus einem wei­ten Spek­trum an Dis­zi­pli­nen, vor allem aus der Pri­ma­ten­for­schung und aus eth­no­lo­gi­schen Feld­stu­di­en an den letz­ten Jäger- und Samm­ler-Gesell­schaf­ten. Ihre Erkennt­nis­se berüh­ren nicht bloß unser Selbst­ver­ständ­nis als Men­schen, son­dern wer­fen auch die Fra­ge auf, was eigent­lich pas­siert, wenn wir die evo­lu­tio­nä­re Errun­gen­schaft Empa­thie wie­der ver­küm­mern las­sen.

Müt­ter und Ande­re:
Wie die Evo­lu­ti­on uns zu sozia­len Wesen gemacht hat

Gebun­de­ne Aus­ga­be: 544 Sei­ten
Ber­lin Ver­lag
ISBN-10: 3827008859
ISBN-13: 978 – 3827008855
EUR 18,80
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Mutter Natur:
Die weibliche Seite der Evolution

Die­ses bahn­bre­chen­de Werk einer der welt­weit füh­ren­den Sozio­bio­lo­gin­nen ver­än­dert auf radi­ka­le Wei­se unser Den­ken über Natür­li­che Selek­ti­on und müt­ter­li­ches Ver­hal­ten. Bis­her hat­te die Evo­lu­ti­ons­bio­lo­gie in ers­ter Linie und ein­sei­tig die Ver­tre­ter des männ­li­chen Geschlechts im Blick, die sich im per­ma­nen­ten Kon­kur­renz­kampf um das angeb­lich pas­si­ve und laut Dar­win „scheue“ weib­li­che Geschlecht befin­den und den Fort­be­stand der eige­nen Gene sichern wol­len. Seit eini­gen Jah­ren wan­delt sich das Den­ken von Dar­wi­nis­ten über Frau­en jedoch dra­ma­tisch – und Sarah Blaf­fer Hrdy zählt zu den Pio­nie­rin­nen die­ser neu­en Rich­tung. Bril­lant, pro­vo­zie­rend und umfas­send schreibt Hrdy in ihrem Buch die Evo­lu­ti­ons­ge­schich­te der weib­li­chen Wesen – im Tier­reich und in pri­mi­ti­ven Jäger-Samm­ler-Gesell­schaf­ten eben­so wie in hoch­ent­wi­ckel­ten Natio­nen zu Beginn des 21. Jahr­hun­derts. Sie ver­wirft alle mög­li­chen Vor­ur­tei­le über Frau­en und legt sich dadurch mit Femi­nis­tin­nen und Kon­ser­va­ti­ven glei­cher­ma­ßen an. Sie nimmt das mensch­li­che Kon­zept von Mut­ter­schaft neu in den Blick und erklärt, was es gegen­wär­tig sowohl in bio­lo­gi­scher als auch gene­ti­scher Hin­sicht eigent­lich bedeu­tet, über den viel­be­schwo­re­nen „Mut­ter­in­stinkt“ zu spre­chen. In ihrer ein­drucks­vol­len Stu­die ver­bin­det sie Anthro­po­lo­gie und Geschich­te, Lite­ra­tur und Mythos, sie lie­fert Bei­spie­le aus dem Tier­reich eben­so wie vom Men­schen, erkun­det die Ent­wick­lun­gen in der Neu­ro­wis­sen­schaft und Bio­lo­gie, ent­larvt Ste­reo­ty­pen und geht aus­führ­lich auf das nach wie vor tabui­sier­te Phä­no­men der Kinds­tö­tung ein. Sie beschreibt den Selek­ti­ons­druck und die evo­lu­tio­nä­ren Pro­zes­se, die auf Müt­ter und Kin­der glei­cher­ma­ßen wir­ken und erwei­tert damit radi­kal das Ver­ständ­nis der weib­li­chen Natur.

Mut­ter Natur:
Die weib­li­che Sei­te der Evo­lu­ti­on

Gebun­de­ne Aus­ga­be: 772 Sei­ten
Ber­lin Ver­lag
ISBN-10: 3827009278
ISBN-13: 978 – 3827009272
EUR 19,90 (gebun­de­ne Aus­ga­be)
EUR 17,88 (Taschen­buch)
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Gabriele Uhlmann

Der Gott im 9. Monat

Die exklu­si­ven bio­lo­gi­schen Eigen­schaf­ten der Frau feh­len den Patri­ar­chen zur Erlan­gung der tota­len Herr­schaft in der Welt. Daher stre­ben sie danach, sich die Gebär­fä­hig­keit und Still­fä­hig­keit anzu­eig­nen, was auf die Aus­lö­schung der Mut­ter hin­aus­läuft. In den Mythen der Göt­ter und ihrer Rän­ke ist es voll­bracht: Der Mord an der Urmut­ter ist Mit­tel und Zweck zugleich, die Geburt erfolgt danach mit einem Axt­hieb auf den gött­li­chen Kopf, aus Augen, Nase, Mund, Rip­pe oder Lehm, als Schaum­ge­burt aus dem Meer, auf dem Knie und sogar als Ring­kampf. Dem so befrie­dig­ten Gebärneid folgt zwangs­läu­fig der Still­neid, der sich mytho­lo­gisch in der Gleich­set­zung des männ­li­chen Eja­ku­lats mit der Mut­ter­milch und dem Was­ser äußert. Daher sind alle poly- und mono­the­is­ti­schen Hoch­göt­ter WETTERGÖTTER, die für den frucht­ba­ren Regen sor­gen sol­len, den einst die Erd­mut­ter von den Ber­gen und übers Meer sand­te. Sie sind der Ver­such, aus Mut­ter Erde einen Vater Erde zu machen. Seit Macht­ha­ber die Men­schen aus den all­ver­sor­gen­den müt­ter­li­chen Sip­pen geris­sen und von sich abhän­gig gemacht haben, gau­keln sie ihnen vor, dass es ihnen auch jetzt an nichts fehlt, ja alles sogar noch bes­ser wer­de. Der fau­le Zau­ber fliegt nicht ein­mal mit den Schwie­rig­kei­ten auf, die das Patri­ar­chat seit sei­nen Anfän­gen pro­du­ziert. Was einst mit der Unter­jo­chung der Frau begon­nen wur­de, äußert sich heu­te vor allem in der fol­gen­rei­chen Über­be­völ­ke­rung. Moder­ne Patri­ar­cha­te arbei­ten dage­gen an der Weg­ra­tio­na­li­sie­rung der Mut­ter: in der Fami­li­en­ge­setz­ge­bung, in der Repro­duk­ti­ons­me­di­zin, in der Erpro­bung der Geburt aus einem Robo­ter, mit der Paten­tie­rung der Mut­ter­milch oder der Pri­va­ti­sie­rung des Trink­was­sers.

Der Gott im 9. Monat:
Vom Ende der müt­ter­li­chen Gebär­fä­hig­keit und dem Auf­stieg der männ­li­chen Gebär­macht in den Reli­gio­nen der Welt

Taschen­buch: 288 Sei­ten
Ver­lag: Books on Demand; Auf­la­ge: 2 (22. Sep­tem­ber 2015)
ISBN-10: 3738639012
ISBN-13: 978 – 3738639018
EUR 15,00
Auch als E-Book erhält­lich
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Archäologie und Macht

Seit sei­nen Anfän­gen bedient sich das Patri­ar­chat der Mytho­gra­fie, um sei­ne Macht­struk­tu­ren zu legi­ti­mie­ren und auf­recht zu erhal­ten. Waren es in der Früh­ge­schich­te reli­giö­se Mythen, so hat sich die Mythen­bil­dung und -tra­di­ti­on im Ver­lauf der Geschich­te in ande­re Berei­che ver­la­gert. Heu­te tra­gen aus­ge­rech­net die Wis­sen­schaf­ten, von denen die All­ge­mein­heit Auf­klä­rung und geis­ti­gen Fort­schritt erwar­tet, in beson­de­rem Maße zur Wei­ter­ver­brei­tung alter und Bil­dung neu­er Mythen bei. In die­sem Buch geht es um die Metho­den der herr­schen­den Leh­re, die­se Mythen als Wahr­heit zu ver­kau­fen.
Auf der Basis neu­es­ter anthro­po­lo­gi­scher und archäo­lo­gi­scher Erkennt­nis­se kri­ti­siert die Patri­ar­chats­for­sche­rin Gabrie­le Uhl­mann die Rekon­struk­ti­on der vor­pa­tri­ar­cha­len Mensch­heits­ge­schich­te durch die Archäo­lo­gie.
Am Bei­spiel des Mas­sa­kers von Tal­heim vor 7.000 Jah­ren zeigt sie auf, wel­che Stra­te­gie gefah­ren wird, um für die gesam­te Jung­stein­zeit Patri­ar­chat pos­tu­lie­ren zu kön­nen.

Archäo­lo­gie und Macht:
Zur Instru­men­ta­li­sie­rung der Ur- und Früh­ge­schich­te

Taschen­buch: 216 Sei­ten
Ver­lag: Books on Demand; Auf­la­ge: 3 (18. April 2012)
ISBN-10: 3844814205
ISBN-13: 978 – 3844814200
EUR 14,00
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